Dorothea Grießbach

Konzepte von Öffentlichkeit und Partizipation urbaner Subkulturen

Eine ethnographische und künstlerische Untersuchung audiovisueller Selbstrepräsentationen lokaler AkteurInnen am Beispiel Hamburgs (Arbeitstitel)

Zahlreiche Videos, gedreht mit Digitalkameras oder Handys, werden täglich auf Internetportalen veröffentlicht. Viele dieser Videos erzählen von einem lokalen Kontext, von Veranstaltungen und Festen oder einfach von den Video-MacherInnen selbst. Welche Erwartungen werden an eine Veröffentlichung geknüpft und welche Konzepte von Öffentlichkeit seitens der MacherInnen bestehen? Lassen sich gar innovative Entwürfe von Öffentlichkeit und Teilhabe ableiten? Oder sind es die audiovisuellen Selbstrepräsentationen, die erst ein Konzept von Öffentlichkeit konstruieren?

Mit diesen Fragestellungen wird sich das Forschungsprojekt befassen. Das Projekt konzentriert sich auf Stadtteile des Hamburger Ostens, auf Hamm, Horn, Billstedt, Mümmelmannsberg. Diese Stadtteile werden von keiner homogenen Öffentlichkeit geprägt, es koexistieren unterschiedliche Öffentlichkeiten bzw. Subkulturen, die Spuren ihrer Aktivitäten, Sichtweisen und Wahrnehmung des Stadtteils hinterlassen – auch durch Videos im Internet.

Im Zentrum des ethnographischen Teils des Forschungsprojekts steht die Analyse audiovisueller Selbstrepräsentationen, die im Hinblick auf die oben genannten Fragen untersucht werden. Ergänzend werden Interviews mit AkteurInnen, die im Idealfall auch ProduzentInnen der Amateurvideos sind, geführt. Die Analyse wird erweitert durch künstlerisch-mediale Interventionen, die Möglichkeiten schaffen, audiovisuelle Materialien aus den untersuchten Stadtteilen zu zeigen, zu diskutieren und zu transformieren.

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